SumUpBlog

Monica Lent – Interview zum Weltfrauentag

Web Chapter Lead / Lead Frontend Engineer – Berlin.

Im Vorfeld und im Rahmen des Weltfrauentags am 8. März möchten wir die Gelegenheit nutzen und einige der Frauen vorstellen, die SumUp zu dem großartigen Unternehmen machen, das es ist.

Zum Start der Interviewreihe haben wir uns mit Monica Lent getroffen, ihres Zeichens Web Chapter Lead bei SumUp. Was ist ein Web Chapter Lead? Wir lassen Monica die Frage in ihren eigenen Worten beantworten:

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"Meine offizielle Jobbezeichnung lautet 'Lead Front-end Engineer'. Ich würde euch empfehlen, diesen Titel zu benutzen, weil keiner weiß, was ein Web Chapter Lead ist! Wenn ich meinen Job beschreiben müsste, dann etwa so: Ich bin sowohl für die technische als auch die Personalseite verantwortlich, wenn es darum geht, ein tolles Erlebnis auf unserer Webplattform anzubieten. Das heißt, ich arbeite an der technischen Strategie fürs Web und unterstütze eine ganzheitliche Strategie innerhalb des gesamten Technikteams. Ich kümmere mich aber auch darum, dass unsere Techniker, die am Web arbeiten, herausfordernde Probleme zu lösen und Gelegenheiten für persönliches Wachstum haben."

Wir hoffen, das macht es etwas klarer!

Die FinTech-Branche ist nicht gerade bekannt dafür, ein attraktives Arbeitsumfeld für Frauen zu sein. Warum hast du dich für SumUp entschieden?

"Na ja, zunächst mal wusste ich überhaupt nichts über FinTech, bevor ich bei SumUp angefangen habe. Ich habe mich einfach in ganz Deutschland für Tech-Jobs beworben und hatte keine Ahnung, worauf ich mich einlasse! Ich kann dir aber sagen, warum ich die letzten vier Jahre bei SumUp geblieben bin: weil sich die Dinge hier ständig ändern. Ich liebe es einfach, dass es sich alle sechs Monate so anfühlt, als würde ich einen ganz neuen Job machen. Und je länger ich dabei bin, desto mehr erkenne ich, dass ich noch so viel Raum habe, um neues zu lernen."

Ist es für dich eine Herausforderung, in einem technischen Feld zu arbeiten? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

"Als Frau ist eine der größten Herausforderungen, dass man manchmal die vorhandenen Vorstellungen der Leute, was man weiß und was man kann, überwinden muss. Selbst wohlmeinende Leute erkennen oft nicht, dass sie mit ganz anderen Erwartungen in ein Gespräch gehen als bei männlichen Entwicklern. Das erfordert Geduld und Beharrlichkeit." __

"Das ist inzwischen aber trotzdem nicht meine Hauptherausforderung in meinem Beruf. Meine größten Herausforderungen sind vielmehr die vermittelnde Kommunikation ringsum in einem stetig wachsenden Team, und dafür zu sorgen, dass alle an einem Strang ziehen. Die technische Umsetzung ist oft nicht die schwierigste Aufgabe."

Wenn du die Möglichkeit hättest – was würdest du ändern, um Frauen in aller Welt zu unterstützen?

"Ich würde Frauen ermöglichen, dass sie tragen können, was sie wollten, ohne danach beurteilt zu werden. Sei es Kleidung, Makeup, Frisur oder sonst was. Frauen sollten in der Lage sein, sich so zu zeigen, wie es ihnen gefällt – ohne dass sie damit gleich Gesprächsthema werden. Man denke nur an Hillary Clintons Hosenanzüge."

Wenn du eine wichtige Persönlichkeit kennenlernen könntest, wer wäre das und worüber würdet ihr reden?

"Eine naheliegende Antwort wäre Alexandria Ocasio-Cortez. Ich würde mit ihr drüber reden, wie es sich anfühlt, das jüngste Kongressmitglied in der Geschichte zu sein, über ihre Beliebtheit bei Twitter und wo sie den grünen Blazer her hat, den sie in letzter Zeit trägt."

Was kannst du jeder Frau empfehlen?

"Trag Sonnencreme. Jeden Tag. Auch im Winter. Auch wenn du 22 bist und meinst, du wärst immun gegen Falten. Sie kommen garantiert und nehmen keine Gefangenen."

Eine Stärke, auf die du stolz bist?

"Ich bin ein praktischer und entschlossener Mensch. Ich glaube, das bedeutet, ich bin gut darin, mir treu zu bleiben und zu wissen, was ich wirklich will. Außerdem treffe ich so ein gutes Gleichgewicht dazwischen, meine Prinzipien zu bewahren und praktische Wege zu finden, um sie zu erreichen. Manchmal ist der Weg, um etwas zu erreichen, nicht der direkteste, aber man kommt am gleichen Ort raus."

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Was gefällt dir daran, in einer Führungsposition zu sein?

"Am besten an meiner Führungsrolle gefällt mir, dass ich dazu beitrage, eine Gemeinschaft zu erschaffen. An der Stelle geht es weniger um mich und was ich persönlich für Leute tun kann, sondern was die Gemeinschaft tun kann, um einander zu helfen und zu unterstützen. Ich sehe mich selbst als Unterstützerin für die fantastischen Fähigkeiten, die Leute schon in sich tragen. Manchmal brauchen sie nur einen Schubs oder eine Plattform oder jemanden, der an sie glaubt."

Welche Fähigkeiten sind in einer Führungsrolle deiner Meinung nach am Wichtigsten?

"Gute Führungspersönlichkeiten helfen einem zu erkennen, wie der eigene Beitrag ins Gesamtbild passt. Sie helfen einem zu erkennen, inwieweit die eigene Arbeit bedeutsam ist, und motivieren, wenn die Tätigkeiten manchmal nicht so sexy sind. Gute Führungspersönlichkeiten treiben einen dazu an, eine bessere Version von sich selbst zu werden. Sie lassen einen größer denken als nur an sich selbst, vielleicht auf eine Weise, die man selbst noch nicht so ganz versteht."

Vielen Dank für das Gespräch, Monica. Wir hoffen, dass du einige Frauen da draußen ermutigt hast, die FinTech-Branche zu entdecken oder die Schritte zu gehen, die sie sich als nächstes vornehmen möchten!

Sie können Monica bei Twitter folgen @monicalent.

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Alex Thumwood